
Wenn du selbst einen Online-Shop betreibst oder mit dem Gedanken spielst einen zu gründen, wirst du dich mit einem Thema beschäftigen müssen: Dem Aufbau deiner Produktseiten.
Unabhängig vom Shop-System gibt es verschiedene Punkte, die du bei dem Aufbau beachten solltest.
Hierzu zählen Folgende:
- Geeignete Keywords
- Fehlerfreier Content
- Hochwertige Produktbilder
- Zielgruppengerechte Ansprache
- Logischer Seitenaufbau
- Meta-Daten
- Die richtige Gewichtung
Lass uns diese Punkte genauer unter die Lupe nehmen.
Das passende Keyword-Set
Ob du selbstgemachte Lesezeichen, Solarpanels oder Rollatoren verkaufst, noch bevor du mit dem eigentlichen Schreiben startest, gilt es die passenden Keywords zu recherchieren.
Was sich auf den ersten Blick wie eine umfassende Excel-Tabelle liest, ist weniger kryptisch als es scheint.
Hier unterscheiden sich Produktseiten von den Kategorietexten. Warum genau, erfährst du später.
Geht es also um das einzelne Produkt, ist natürlich dessen Name entscheidend. Verkaufst du ein spezifisches Markenprodukt, das nicht von dir ist, würde ich immer empfehlen, dass du dich an dem Herstellernamen hältst. Schließlich suche ich als Kundin gezielt nach dem Modell.
Wenn ich das Apple Iphone 14 online kaufen möchte, suche ich nicht nach Apple Handy beliebt oder Handy neu.
Auch, wenn die Versuchung groß ist einzelne Produkte um suchvolumenstarke Keywords zu ergänzen, würde ich immer die Suchintention mit einbeziehen. Nur weil Äpfel ein größeres Suchvolumen als Birnen hat, wollen die Kunden eben keine Äpfel, sondern deine Birnen kaufen. Die Enttäuschung ist dementsprechend groß, wenn du mit falschen Versprechungen in deinen Shop lockst. Das bedeutet eine hohe Absprungrate und nur einmalige Besucher.
Fehlerfreier Content
Dieser Punkt ist schon fast selbsterklärend, denn der Name ist Programm. Fehlerfreie Texte und Informationen sollten jedoch in deinem gesamten Shop zu finden sein.
Natürlich passiert es immer wieder und ein kleiner Tippi schleicht sich ein. Wie schnell ist eine falsche Zahl kopiert oder ein Buchstabendreher im Text? Das ist natürlich alles kein Beinbruch. Doch wenn du als professionell von deinen Kunden wahrgenommen werden möchtest, solltest du hier nacharbeiten.
Hochwertige Produktbilder

Wenn du etwas kaufst, liegt es selten allein an den schönen oder überzeugenden Texten. Es liegt zu großen Teilen an den Produktbildern und dem Design. Also solltest du auf schlecht ausgelichtete Fotos oder nette Motive, bei denen mehr Deko als Produkt im Bild zu sehen ist, verzichten.
Stelle dir einfach im Vorfeld die Frage: Was würde dich als Kunde selbst interessieren? Sind es die harmonisch wirkenden Eukalyptus-Blätter oder doch das Produkt, dessen Details relevant für dich sind?
Spannend ist auch die Kombination aus Produktbild und weiterführenden Infos. Entscheidest du dich für mehrere Bilder, solltet du als erstes Foto immer den Fokus auf das eigentliche Produkt legen. Weitere Fotos können zum Beispiel deinen Schal oder auch das Panel im Gebrauch zeigen oder Infos zur Beschaffenheit und Leistung abbilden.
Wichtig ist es hier das richtige Maß zu finden. Denn klar, möchtest du deinen Kunden nützliche Infos an die Hand geben. Doch sollten sie eben nicht von dem Eindruck erschlagen werden.
Warum zu viel Gewusel auf den Produktfotos genau das Gegenteil bewirkt, hat etwas mit unserer Wahrnehmung zu tun. Unser Gehirn mag es einfach. Dementsprechend sollten auch deine Produktbilder simpel zu verarbeiten sein.
Möchtest du deine Produktdarstellung auf das nächste Level heben? Dann setze doch einfach auf kurze Produktvideos oder 360° Aufnahmen.
Zielgruppengerechte Ansprache
Bevor du mit deinem Content so richtig durchstartest und dich mit den Texten oder Produktbildern beschäftigst, solltest du dich mit einer der grundlegenden Fragen des Shop-Besitzer-Lebens auseinandersetzen:
Wer ist deine Zielgruppe?
Und Achtung, hier kommt ein kleiner Spoiler: Es sind NIE, nicht, nimmer B2B und B2C gleichzeitig. Höre ich eben diesen Anspruch von Kunden bringe ich gerne die „Eierlegende Wollmichsau“ zur Sprache.
Die korrekte Ansprache deiner Zielgruppe ist wichtig, um Menschen zu erreichen und emotional abholen zu können. Keiner kauft, wenn man sich nicht angesprochen fühlt.
Ein Endkunde hat schließlich komplett andere Beweggründe bei dir zu kaufen, als ein professioneller Einkäufer. Privat möchtest du dir – je nach Branche und Sortiment – Zeit lassen, um die richtige Wahl zu treffen und dich mit der Auswahl auseinanderzusetzen. Storytelling spielt in diesem Kontext eine komplett andere Rolle, als im B2B-Segment.
Einkäufer haben erfahrungsgemäß weniger Zeit, einen höheren Preisdruck und sind wesentlich fokussierter auf technische Details, Zahlen und Abnahmemengen.
Logischer Seitenaufbau
Produktseiten sind in der Regel alle ähnlich aufgebaut.

H1, Produktbild (inkl. ALT-Tags), H2 und Absatz
Einige bieten Downloads, wie Bedienungsanleitungen und technische Daten an. Andere arbeiten mit Grafiken innerhalb des Produkttextes. Wichtig ist, dass der Aufbau nutzerorientiert ist. Das Wichtige kommt also immer nach oben. Idealerweise in einer Form, die schnell erfassbar ist, ohne einen extrem langen SEO-Text lesen zu müssen.
Die Meta-Daten
Häufig vernachlässigt und erst von Agenturen im Nachgang gepflegt sind die sogenannten Meta-Daten. Das sind die Infos, die im besten Fall auf den Suchergebnisseiten bei Google, Bing & Co. ausgespielt werden.

Die Meta-Daten bestehen grundsätzlich aus zwei Bestandteilen – dem Titel und der Beschreibung.
Title: Dein Produkt + Mainkeyword + ggf. Shop, falls noch Platz vorhanden
Description: Mainkeyword + kurze Highlight + CTA (Call to Action)
Beide sollten eine gewisse Zeichenanzahl nicht überschreiten, da sie sonst abgeschnitten dargestellt werden. In beiden bringst du dein Mainkeyword unter und zeigst den Usern, um was es auf deiner Seite wirklich geht. Eine abschließende CTA in der Description lädt zum Klicken ein.
Wenn du dir unsicher bist, kann ich dir das kostenfreie Tool von Sistrix empfehlen. Hier wird dir direkt eine Vorschau angezeigt, ebenso wie Überlänge bei deinen Texten.
Die richtige Gewichtung
Lass uns kurz aus dem Nähkästchen plaudern: Prinzipiell sind Produktseiten natürlich wichtig, schließlich wird hier gezeigt, was du verkaufst. Daher sollten sie immer sauber aufgesetzt sein.
Nun kommt jedoch das große ABER. Denn wesentlich wichtiger für deine SEO sind die Kategorieseiten. Auf diesen spielen Textumfang, Infografiken usw. nochmal eine gewichtigere Rolle.
Mach dich also nicht verrückt und setze lieber auf kurze und wichtige Infos, anstatt deine Kunden zu überfordern. Grundlegende Informationen zu der Kategorie gehören nicht zwingend schon auf die Produktseite.
Du hast Fragen? Ich bin für dich da!
Du hast Fragen zu deinen Produktseiten oder möchtest eine erste Einschätzung haben, wie deine Seiten noch besser performen?
Dann schreib mir doch einfach eine unverbindliche Mail an hallo@studio-goldbach.de oder gerne auch per WhatsApp an die 0160 931 943 71.
Ich freue mich von dir zu lesen! 🙂

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