Wusstest du schon, dass es bestimmte Fehler gibt, die sich in vielen Online-Shops finden lassen? Nach nunmehr sechs Jahren Content Marketing kann ich dir in Bezug auf Online-Shops ein Geheimnis verraten: Wer seine Hausaufgaben nicht macht, streicht Negativpunkte in Sachen Sichtbarkeit ein. Beim Thema SEO sind mir oft dieselben Fehler in den unterschiedlichsten Shops begegnet. Damit du diesen Fallstricken ausweichen kannst, habe ich dir meine persönliche Top 5 zusammengestellt.

1) Leere Startseite

Erst vor wenigen Tagen bin ich auf einen Online-Shop gestoßen, auf dessen Startseite ausschließlich ein Above the Fold Zweizeiler und rund zehn Artikelansichten zu sehen war. Natürlich gab es auch Menü und Footer, aber eben auch noch viel Luft dazwischen.

Wenn du dich nun fragst, warum dieser Aufbau nicht ideal ist, kann ich dir folgende kurze Antwort geben: Ohne Inhalt, ohne Google. Möchtest du eine erfolgreiche SEO-Strategie etablieren, brauchst du Content, der für dich arbeitet.

Warum? Lieferst du deinen Kund*innen und Suchmaschinen keine Inhalte, müssen User*innen Arbeit investieren, um zu ermitteln, worum es in deinem Shop überhaupt geht. Und wer will beim Shoppen schon arbeiten?

Hier einige Ideen, die du auf deiner Startseite etablieren kannst:

  • Beliebte Kategorien
  • Marken
  • FAQ
  • Text zu deinem Unternehmen
  • Hinweis Newsletter
  • Kacheln zu neuen Blogposts
  • Aktuelle Aktionen (Banner, Kacheln)

2) Fehlende Kategorietexte

Sind Kategorietexte Artefakte aus längst vergangenen Zeiten? Nein, auf keinen Fall. Natürlich bedeuten die Texte viel Arbeit. Schließlich geht es eben nicht nur um einen kurzen Zweizeiler über dem Produktlisting.

Im Idealfall setzt du unter das Listing deinen Kategorietext, während Above the Fold in wenigen Sätzen beschrieben wird, worum es auf der Seite geht. Dadurch holst du deine Kund*innen direkt ab und hast den Raum deine USPs zu platzieren. Wer sich näher informieren möchte, findet detaillierte Informationen am Ende der Seite.

Im Kategorietext selbst hast du die Möglichkeit deine Besucher*innen zu informieren, über deine Vorzüge aufzuklären oder FAQs einzubauen. Erlaubt ist, was Sinn macht. Hierzu zählt übrigens auch Content, wie Infografiken. Stell dir einfach vor, der SEO-Text sei das Infocenter der jeweiligen Abteilung. Daher sollte natürlich was nicht fehlen? Exakt – deine Kontaktmöglichkeiten.

Halte die Schwelle für potenzielle Kund*innen so niedrig wie möglich Rückfragen zu stellen, bzw. dich zu kontaktieren. Jedes Kundengespräch ist schließlich ein potenzielles Verkaufsgespräch.

Wie oft habe ich schon folgenden Satz aus dem Vertrieb gehört: „Die sollen nicht anrufen, sondern über den Shop kaufen!?“

Sorry, aber nope.

3) Produkttexte sind Copy & Paste

Eine grundlegende unverrückbare Eigenschaft bei guten SEO-Texten ist deren Einzigartigkeit. Möchtest du, dass deine Produkte langfristig gut performen und selbst auf Artikelebene Traffic erzeugt wird? Dann schaffe Content, der Mehrwert bietet. Das bedeutet, dass weder der Text von der Herstellerseite noch ein eigener Produkttext einfach kopiert und auf mehreren Seiten verwendet werden sollte.

Kopierst du deine Inhalte schlichtweg von anderen Quellen, sprechen wir von Duplicate Content. Das wird von Google oftmals als Spam bewertet und abgestraft.

Du sparst auf den ersten Blick also erstmal Zeit, weil du auf einen bestehenden Text zurückgreifst. Doch die Nachbearbeitung macht diese Rechnung obsolet.

Ein besonderes Augenmerk auf die Produkttexte lohnt sich insbesondere dann, wenn deine Artikel langfristig in deinem Online-Shop bestellbar sein sollen. Vergiss nicht: Der Erfolg von SEO-Maßnahmen ist oftmals erst Monate später sichtbar. Lebt dein Shop also von kurzweiligen Produkten, machen andere Maßnahmen vermutlich mehr Sinn.

Lass uns generell einen wichtigen Punkt festhalten: Copy & Paste ist keine Strategie.

4) Produktnamen des Grauens

Wenn du ein neues Produkt in deinem Online-Shop einpflegst, sollte der Name natürlich auch Sinn machen und zu dem Artikel passen. Ich kann eine Tasse nicht Teller oder Tasse Teller nennen, weil das Keyword Teller ein größeres Suchvolumen hat. Bleib lieber bei der Wahrheit. Warum? Selbst, wenn dein Artikel wegen des Keywords gut performt, springen deine Kund*innen spätestens dann ab, wenn sie nicht das finden, was sie eigentlich gesucht haben.

Auch Namen, wie „Rollator 481327_anthrazit_mitHalterung“ sind alles andere als nutzer- und SEO-freundlich. Persönlichkeit zählt auch hier. Das beste Beispiel für eine erfolgreiche Produktbenennung liefert der Einrichtungsriese IKEA.

Also: Wie sagt man so schön? Nenn das Kind beim Namen und bleib bei der Wahrheit. Und: Vergiss die Suchintention nicht einzubeziehen.

5) URL oder WiFi-Passwort?

Lass uns ein kleines Experiment wagen. Welche URL empfindest du als vertrauensvoll?

A: /shop/?_ref=1246415fqkvqfwfe?!
B: /shop/collection/baumwolle/xmas-sweat

Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und gehe davon aus, dass du ebenso wie ich bei Variante B bist, oder?

Achte auf sprechende URLs, also keinen wilden Mix aus Zahlen und Buchstaben. Das sieht insgesamt vertrauensvoller und professioneller aus.

Das gilt übrigens nicht alleine für deine Produktdetailseiten, sondern auch für Dateien, die du zum Download bereitstellst und Bilder.

Fazit: SEO-Hebel für deinen Online-Shop

Deine Produkte können noch so gut sein, wenn sie keiner sieht, bleiben die Verkäufe aus. Möchtest du also langfristig Erfolg haben, rate ich dir von Anfang an deine Hausaufgaben zu machen. Hierzu zählen eben auch verschiedene kleinere und größere SEO-Hebel. Mit dieser Grundlage und einem sauber aufgesetzten Shop kannst du erstmal nicht viel falsch machen – vorausgesetzt rechtliche Inhalte, wie Impressum, Datenschutz oder auch dein Check-Out und Versand sind korrekt integriert.

Welche SEO-Basics du ebenfalls nicht vergessen solltest? Das zeige ich dir im zweiten Teil von „5 typische SEO-Fehler in Online-Shops und wie du sie vermeidest“.

Du möchtest eine ehrliche Einschätzung über den Status Quo in Sachen SEO und Content deines Shops? Dann schreib mir einfach eine E-Mail und wir analysieren dein Potenzial.

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